CAD
Software zum Entwerfen physischer Objekte, bei der die Datei die Bauschritte speichert und nicht nur die Oberfläche.
CAD steht für computer-aided design, also rechnergestütztes Konstruieren: die Software, mit der Ingenieurinnen und Designer physische Teile zeichnen, bevor sie jemand herstellt. Das Entscheidende an einer echten CAD-Datei ist, dass sie die Absicht behält. Sie speichert nicht nur eine Form, sondern die Operationen, die zu ihr geführt haben: ein Zylinder mit diesem Durchmesser, hier ein Loch gebohrt, dort eine Kante gerundet. Deshalb heißt es parametrisch. Jede dieser Zahlen ist ein Parameter, den Sie ändern können, und das Modell baut sich um den neuen Wert herum neu auf.
Genau das unterscheidet CAD von einem 3D-Scan. Ein Scan liefert ein Netz, eine Hülle aus Tausenden kleiner Dreiecke, die die Oberfläche beschreibt. Es sieht richtig aus und lässt sich drucken, aber es gibt nichts zu bearbeiten. Bitten Sie darum, das Loch zwei Millimeter breiter zu machen, und in der Datei gibt es gar kein Loch, nur ringförmig angeordnete Dreiecke. Ein Netz zurück in richtiges CAD zu verwandeln ist langsame Facharbeit, und deshalb sind KI-Werkzeuge, die das automatisieren, in der Fertigung eine große Sache.