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OpenAI stellt seinen Atlas-Browser ein und verlegt die KI stattdessen in Chrome

Acht Monate nach dem Start stellt OpenAI seinen Atlas-Browser ab. Seine Funktionen leben in einer Chrome-Erweiterung und einer erweiterten ChatGPT-Desktop-App fort, die für dich klicken und tippen kann.

Retro-Browserfenster, das sich wie Origami in Teile faltet, die in die Seitenleiste eines größeren Fensters einrasten

OpenAI stellt Atlas ein, den im Oktober 2025 mit großem Aufsehen gestarteten KI-Webbrowser. Der eigenständige Browser funktioniert ab 9. August nicht mehr, weniger als zehn Monate nach seinem Start als direkter Angriff auf Google Chrome. Seine Funktionen verschwinden aber nicht, sondern ziehen dorthin um, wo Menschen bereits sind: in eine neue ChatGPT-Erweiterung für Chrome und eine stark erweiterte ChatGPT-Desktop-App.

Die Chrome-Erweiterung setzt ChatGPT in eine Seitenleiste mit Zugriff auf die gerade betrachtete Seite. Du kannst Fragen zu einem Artikel stellen, ein langes Dokument zusammenfassen oder eine größere Aufgabe starten, ohne Tabs zu wechseln. Die Desktop-App erhält einen eigenen eingebauten Browser sowie einen „Cloud-Browser“ auf OpenAIs Servern, in dem ChatGPT-Agenten sich auf Websites anmelden, Dateien herunterladen und Seiten für dich durchklicken können. Dazu kommt Computer Use: ChatGPT arbeitet im Hintergrund, klickt, tippt, verschiebt Dateien und wechselt zwischen Apps, einmalig oder geplant.

Was dahintersteckt: OpenAI scheint entschieden zu haben, dass ein Browser eine Funktion und kein Ziel ist. Menschen dazu zu bewegen, Chrome aufzugeben, wo Google 17 Jahre Gewohnheiten aufgebaut hat, war härter als die KI zu bauen. Atlas reiht sich damit in wachsende Liste von OpenAI-Experimenten ein, die zusammengefaltet oder leise eingestellt wurden, von ChatGPT-Plugins bis zum ursprünglichen ChatGPT Agent. Strategisch kostet es: Ohne eigenen Browser kann OpenAI Nutzer nicht aus Googles Ökosystem ziehen, und Google sammelt weiter Browsingdaten für die eigene KI. Für Nutzer ist das Bündeln in ChatGPT wahrscheinlich einfach bequemer.

Was das für dich bedeutet: Wenn du Atlas nie angefasst hast, verlierst du nichts und gewinnst vielleicht etwas, denn die Chrome-Erweiterung bringt die besten Ideen in den Browser, den du schon nutzt. Nutztest du Atlas, hast du bis 9. August zum Wechsel; OpenAI will Nutzer über den Übergang informieren. Genau beobachten solltest du Computer Use: Eine KI, die über Apps hinweg klicken und tippen kann, ist bei Wiederholungen wirklich nützlich, aber eine Macht, die du bewusst geben solltest. Starte mit Aufgaben mit niedrigem Risiko und schau, wie sie sich verhält, bevor du ihr etwas Wichtiges übergibst.

Quellen

Quellen: https://techcrunch.com/2026/07/09/openai-is-shutting-down-atlas-but-its-ai-browser-ambitions-are-still-growing/

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