An jedem vierten böswilligen Datendiebstahl ist inzwischen KI beteiligt, die Kosten liegen eine Million höher
IBMs jährlicher Bericht beziffert KI-gestützte Angriffe auf 25 Prozent aller böswilligen Vorfälle, 56 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Schnitt kosten sie 6 Millionen US-Dollar, weltweit sind es 4,99 Millionen.
IBMs langjähriger Bericht „Cost of a Data Breach“ zeigt Trends statt einzelner Schlagzeilen. In diesem Jahr war an jedem vierten böswilligen Vorfall KI beteiligt, 56 Prozent mehr als im Vorjahr. Solche Fälle kosteten durchschnittlich 6 Millionen US-Dollar, gegenüber 4,99 Millionen im globalen Mittel.
„KI-gestützt“ meint vor allem zwei bekannte Methoden: Deepfake-Stimmen oder -Videos bringen Finanz- und IT-Mitarbeiter zu Überweisungen oder Passwortänderungen; KI hilft außerdem, Schadsoftware so anzupassen, dass sie Erkennung umgeht. 62 Prozent der KI-Angriffe trafen kritische Infrastrukturen. Im Finanzsektor kostete ein Vorfall durchschnittlich 6,3 Millionen, im Energiesektor 5,2 Millionen US-Dollar. Positiv: Organisationen mit KI und Automatisierung im Sicherheitsbetrieb senkten die Kosten im Mittel um fast 2 Millionen. Ein Viertel nutzt diese Werkzeuge noch gar nicht.
Was dahintersteckt. Früher war personalisierter Betrug teuer. Deshalb enthielten massenhaft verschickte Phishing-Mails offensichtliche Fehler. Generierte Stimmen und Texte machen einen glaubwürdigen Anruf in der Stimme des Finanzchefs mit Projektbezug aus LinkedIn billig skalierbar. Gleichzeitig steigen die Kosten für Erkennung und Eindämmung, weil Unternehmenssysteme komplexer werden. Die zusätzliche Million entsteht deshalb vor allem durch längere Entdeckungszeiten, nicht durch einen spektakulären neuen Angriff.
Was das für dich bedeutet: Vereinbare privat wie beruflich, dass Geldbewegungen und Zugangsänderungen über einen vorher selbst gewählten zweiten Kanal bestätigt werden, nie über den Eingangskanal oder eine Nummer aus der Nachricht. Stimme und Videobild beweisen keine Identität mehr. Für kleine Unternehmen ist die praktischste Aussage des Berichts unspektakulär: Die Mehrkosten entstehen überwiegend durch späte Entdeckung. Protokollierung und Warnmeldungen für vorhandene Systeme helfen oft mehr als ein Neukauf.
Quellen
OpenAI nennt seine nächste Modellfamilie Astra, und stellt sie mit zehn gelösten Mathematikproblemen vor
Eine interne Astra-Version lieferte Ergebnisse für zehn Probleme, bei denen Mathematiker mindestens ein Jahrzehnt nicht weiterkamen. Die Rechenkosten lagen bei rund 2.000 US-Dollar; jeder Beweis ist maschinell prüfbar.