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AI Bill of Materials

Eine Teileliste für ein KI-Modell, die es auf die verwendeten Daten, Lizenzen und Trainingsläufe zurückführt.

Eine AI Bill of Materials, kurz ABOM, listet auf, was in ein Modell eingeflossen ist. Die Idee stammt aus der Fertigung, wo eine Materialliste jede Komponente eines Produkts erfasst, und aus der Software, wo eine Software-Materialliste jede Bibliothek in einer Anwendung dokumentiert. Übertragen auf KI hält sie die Quellen der Trainingsdaten, die dafür geltend gemachten Lizenzen, die Beitragenden und die Trainingsläufe fest, aus denen das fertige Modell entstanden ist.

Fast kein heute verfügbares Modell wird mit einer solchen Liste ausgeliefert. Deshalb bleibt die Frage „Womit wurde dieses Modell trainiert?“ meist unbeantwortet. Besonders wichtig ist das Konzept für zwei Gruppen: Unternehmen, die wissen müssen, ob sie die Ausgabe eines Modells rechtmäßig nutzen dürfen, und Aufsichtsbehörden, die die KI-Branche so überprüfbar machen möchten wie die Open-Source-Software, auf der sie aufbaut. OpenWALDO ist bisher der sichtbarste Versuch, das praktisch umzusetzen.