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OpenAI startet ChatGPT Work, während GPT-5.6 endlich öffentlich verfügbar wird

GPT-5.6 ist nun für alle verfügbar. Parallel führt OpenAI ChatGPT Work ein, einen Agenten, der sich mit deinen Apps verbindet und stundenlang an Projekten arbeitet.

Förderbänder im Risografie-Stil transportieren Papierblätter zwischen schwebenden Fensterrahmen zu einem fertigen Dokument auf einem Podest

Zwei Wochen nachdem GPT-5.6 zunächst mit staatlich beschränktem Zugang gestartet war, hat OpenAI grünes Licht für die vollständige öffentliche Einführung erhalten. Das Unternehmen verbindet diesen Moment mit einem neuen Produkt: ChatGPT Work, einem Agenten innerhalb von ChatGPT, der sich mit deinen alltäglichen Werkzeugen verbindet, stundenlang an komplexen Projekten arbeitet und fertige Ergebnisse wie ein Word-Dokument oder eine Tabelle liefert.

Im Mittelpunkt steht ein neues „Unified Plugins Directory“, das Integrationen von Drittanbietern an einem Ort bündelt. Zum Start gehören Google Drive, SharePoint, Slack, Microsoft Teams, Gmail, Outlook, Salesforce, Adobe, Zoom, LinkedIn, GitHub, Canva und Dropbox dazu. Du kannst eine bestimmte Integration mit einer „@“-Erwähnung aufrufen oder ChatGPT selbst herausfinden lassen, welche Datenquelle es benötigt. OpenAIs Beispielablauf: Kundenforschung in ein Kampagnenbriefing verwandeln, die Marketingmaterialien erstellen und sie für verschiedene Märkte anpassen, alles mit einer einzigen Anweisung, wobei der Kontext über jeden Schritt hinweg erhalten bleibt.

Die Einführung erfolgt stufenweise. Im Web und auf Mobilgeräten sind Pro-, Enterprise- und Edu-Konten zuerst an der Reihe, Plus und Business folgen in den kommenden Tagen. Über die ChatGPT-Desktop-App für Mac und Windows ist die Funktion dagegen sofort in allen Tarifen verfügbar, einschließlich des kostenlosen Angebots. Abgerechnet wird nach Nutzung: Work-Aufgaben greifen auf dasselbe Verbrauchskontingent wie Codex zu, und die Kosten einer Aufgabe hängen von ihrer Größe, Komplexität und dem gewählten Modell ab.

Was steckt dahinter? Im Kern basiert ChatGPT Work auf Codex, der Agententechnologie, die OpenAI bislang hauptsächlich an Programmierer gerichtet hat. Einfach gesagt: Die Technik, mit der eine KI ein Programmierprojekt Schritt für Schritt bearbeitet, wird nun für Büroarbeit neu verpackt. The Decoder weist darauf hin, dass viele Bestandteile wie geplante Aufgaben und Computernutzung bereits in ChatGPT oder Codex vorhanden waren. Teilweise handelt es sich also um eine neue Marke, ähnlich wie Anthropic Claude Code für Nichtprogrammierer zu Cowork gemacht hat. Zugleich ist es ein zweiter Anlauf mit Plugins: OpenAI hatte sie 2023 schon einmal ausprobiert, und Mitgründer Greg Brockman räumte später ein, sie hätten „überhaupt nicht funktioniert, weil die Modelle noch nicht bereit waren“. Die Wette lautet, dass GPT-5.6 es nun ist. Eine berechtigte Einschränkung: Agenten, die in deinen E-Mails und Dateien handeln, werfen echte Sicherheitsfragen auf. OpenAI verweist auf eine „Auto-Review“-Funktion, bei der stärkere Modelle wichtige Aktionen zuerst prüfen. In Red-Team-Tests seien 100 Prozent der Versuche zur Datenextraktion blockiert worden, Zahlen des Unternehmens selbst, was man im Hinterkopf behalten sollte.

Was das für dich bedeutet: Wenn du neugierig bist, bietet die Desktop-App eine überraschende Abkürzung, ChatGPT Work ist dort auch für kostenlose Konten verfügbar. Du kannst also ohne Bezahlung beobachten, wie ein Agent aus deinen eigenen Dateien ein Dokument erstellt. Wenn du KI bereits bei der Arbeit nutzt, ist die nutzungsabhängige Abrechnung die interessante Veränderung: Komplexe Aufgaben kosten mehr. Es lohnt sich deshalb zu überlegen, welche Arbeiten wirklich einen Agenten brauchen und für welche ein Chat genügt.

Quellen

Quellen: https://openai.com/index/chatgpt-for-your-most-ambitious-work/

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