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Jack Dorseys neue App Buzz bringt Menschen und KI-Agenten in denselben Teamchat

Block hat Buzz gestartet, einen kostenlosen Open-Source-Arbeitsplatz, der Slack-ähnlichen Chat mit Code-Hosting verbindet und KI-Agenten eigene Identitäten gibt. Was das tatsächlich bedeutet.

Risografie-Illustration einer Wabe, deren Zellen teils Sprechblasen und teils Codeklammern enthalten, mit einer einzelnen Biene

Block, das von Jack Dorsey geführte Unternehmen, hat Buzz gestartet: einen kostenlosen Open-Source-Arbeitsplatz, in dem Beschäftigte und KI-Agenten denselben Teamchat nutzen. Stell dir Slack und GitHub in einem vor, aber von Anfang an so entworfen, dass Software-Agenten Teammitglieder und nicht bloß Zusatzfunktionen sind.

Was steckt darin? Buzz bündelt die vertrauten Bestandteile eines modernen Chattools, Kanäle, Threads, Direktnachrichten, Sprache und Dateifreigabe, mit Code-Repositories und automatisierten Abläufen in einer Oberfläche. Die Besonderheit: KI-Agenten erhalten eigene Konten mit kryptografischen Identitäten und festgelegten Berechtigungen. Ein Agent kann Nachrichten posten, Code prüfen, genehmigte Automatisierungen ausführen und sogar eigene Kanäle anlegen. Er arbeitet damit neben Menschen, statt wie ein Bot gerufen zu werden. Das System ist modellunabhängig: Teams können Agenten auf Basis von Anthropics Claude Code, OpenAIs Codex oder Blocks eigenem offenen Agenten-Framework goose einbinden. Der Code steht unter einer offenen Lizenz; du kannst ihn selbst hosten oder Blocks verwaltete Version nutzen. Dorsey beschrieb Buzz als „modellunabhängig, dezentral, selbstbestimmt und Open Source“. Ein nettes Detail: Block sagt, das Unternehmen habe Buzz selbst weitgehend mit Agenten gebaut.

Die Idee dahinter: Im Hintergrund läuft Buzz auf Nostr, einem offenen Protokoll, bei dem deine Identität ein Schlüssel ist, der dir gehört und nicht einem einzelnen Unternehmen. Block argumentiert, Identität sei das „grundlegendste Problem“, sobald KI-Agenten echte Arbeit erledigen: Man muss wissen, wer oder was eine Aktion ausgeführt hat, und ihr über verschiedene Tools hinweg vertrauen können. Deshalb wird jede Nachricht, Codeprüfung und Workflow-Stufe als signierter Eintrag in einem gemeinsamen Protokoll gespeichert. So entsteht eine manipulationssichere Spur, egal ob Mensch oder Agent gehandelt hat. Die Erwartungen sollten trotzdem realistisch bleiben. Buzz ist noch früh dran, erscheint als Version 0.4.21 mit unfertigen mobilen Apps, und trotz des Labels „dezentral“ läuft jeder Arbeitsplatz derzeit auf einem einzelnen Server, der seine einzige Wahrheitsquelle ist.

Was das für dich bedeutet: Wenn dein Team bei Programmierung oder Routineaufgaben zunehmend KI-Agenten einsetzt, ist Buzz ein früher Blick darauf, wie „Menschen und Agenten in einem Raum“ funktionieren könnten, mit einem klaren Protokoll darüber, wer was getan hat. Weil es offen und selbst hostbar ist, spricht es auch Teams an, die ihren Workflow lieber keiner proprietären Plattform überlassen. Für die meisten Einzelpersonen ist das heute kein Grund zum Wechseln. Es deutet aber auf einen echten Wandel hin: Die Tools, in denen wir arbeiten, behandeln KI zunehmend wie eine Kollegin oder einen Kollegen mit Namen und Vorgeschichte.

Quellen

Quellen: https://block.xyz/inside/introducing-buzz-where-humans-and-agents-work-together

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