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Die Zahl der KI-Chips weltweit verdoppelt sich etwa alle neun Monate

Epoch AI zählt heute rund 20 Millionen KI-Chips in Rechenzentren und erwartet bis Ende 2028 etwa 200 Millionen. Diese eine Zahl erklärt einen großen Teil der nächsten Entwicklung.

Zwei Reihen von Serverschränken ziehen sich bis zum Horizont, während Stromkabel unter einem weiten flachen Himmel zu einem entfernten Mast laufen

Weltweit arbeiten derzeit schätzungsweise 20 Millionen KI-Chips in Rechenzentren. Nach Berechnungen der Forschungsgruppe Epoch AI verdoppelt sich diese Zahl ungefähr alle neun Monate. Setzt sich das fort, wären es Ende 2028 rund 200 Millionen, zehnmal so viele wie heute. Die New York Times stützte einen aktuellen Bericht auf diese Schätzungen sowie Daten von Cleanview und SemiAnalysis.

Neun Monate Verdopplungszeit bedeuten, dass bis Ende nächsten Jahres mehr neue KI-Rechenleistung installiert wird, als heute insgesamt existiert. Modelle des Jahres 2028 erhalten damit Rechenmengen, die noch nie experimentell erprobt wurden. Zwei Vorbehalte gehören dazu. Es gibt keine globale Chipzählung; Analysten rekonstruieren die Zahl aus Fertigungskapazitäten, Verpackungsengpässen und Unternehmensangaben und kommen nicht exakt zum selben Ergebnis. Zudem ist ein installierter Chip nicht automatisch sinnvoll ausgelastet. Kapazität kann schneller wachsen als die Nachfrage, der Kern der Debatte um eine mögliche KI-Blase.

Was dahintersteckt. Rechenleistung ist der KI-Rohstoff, den man einfach kaufen kann. Bessere Forschungsideen lassen sich nicht bestellen, mehr Chips schon, und sechs Jahre lang führten mehr Chips zuverlässig zu fähigeren Modellen. Unternehmen bauen deshalb nicht für heutige Produkte, sondern für Experimente, die 2028 über die Führung entscheiden. Der Engpass verlagert sich dabei von Silizium zu Strom und Grundstücken. Verdoppelte Chipzahlen bedeuten ungefähr verdoppelten Strombedarf, während Kraftwerke langsamer entstehen als Rechenzentren.

Was das für dich bedeutet: Kurzfristig bringen mehr Kapazitäten niedrigere Preise und bessere Gratisangebote. Mittelfristig ist die Finanzierung entscheidend: Der Ausbau wird mit Schulden gegen erwartete Umsätze bezahlt. Kommen die Einnahmen langsamer als die Chips, trifft eine Korrektur womöglich Anbieter, auf deren Werkzeuge deine Abläufe beruhen. Heute musst du nichts tun. Doch Behauptungen über ein Plateau oder explosionsartiges Wachstum drehen sich letztlich um genau diese Zahl.

Quellen

Quellen: https://epoch.ai/data-insights/ai-chip-production

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