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nvidia 2 Min. Lesezeit

Nvidia könnte 250 Milliarden US-Dollar garantieren, damit OpenAI ein Rechenzentrum mieten kann

Laut Wall Street Journal verhandelt Nvidia über eine Absicherung von rund 250 Milliarden US-Dollar für einen 10-Gigawatt-Campus in Ohio, den OpenAI mieten würde. Dass ein Chiphersteller die Miete seines Kunden absichert, ist ungewöhnlich und zeigt, wer das Risiko dieses Booms trägt.

Risograph-Illustration einer riesigen flachen Serverhalle, die von einem übergroßen Stahlgerüst gestützt wird, mit Kühltürmen in der Ferne

Nvidia verhandelt laut Wall Street Journal über eine Garantie von rund 250 Milliarden US-Dollar, damit OpenAI ein Rechenzentrum mieten kann, das ihm nicht gehört. Der Standort ist ein 10-Gigawatt-Campus in Piketon im Süden Ohios, etwa 80 Kilometer unterhalb von Columbus, auf dem Gelände einer stillgelegten Urananreicherungsanlage. Entwickler ist SB Energy, der Energiearm von SoftBank. Einschließlich der Chips könnte das Gesamtprojekt mehr als 500 Milliarden US-Dollar kosten und wäre damit das größte je angekündigte Rechenzentrum.

Ein paar Zahlen ordnen das ein. Zehn Gigawatt entsprechen ungefähr der Dauerleistung von zehn großen Kernreaktoren oder dem Stromverbrauch eines mittelgroßen europäischen Landes. Die 250 Milliarden decken nur Miet- und Baufinanzierung. Die Chips sind separat, und laut Journal spricht Nvidia auch über deren Finanzierung, möglicherweise weitere 350 Milliarden US-Dollar. Der erste Spatenstich erfolgte im März, angeblich in Anwesenheit von Handelsminister Lutnick, SoftBank-Gründer Masayoshi Son und Energieminister Chris Wright. Nichts ist unterschrieben und der Bericht beruht auf anonymen Quellen. Die Zahlen zeigen daher eher die Form eines möglichen Geschäfts als einen Abschluss.

Warum überhaupt eine Absicherung nötig ist, ist der interessante Teil. OpenAI ist nicht profitabel und erhält daher kein Investment-Grade-Rating. Kreditgeber überweisen keine Hunderte Milliarden an einen Mieter, dessen Fähigkeit, zwanzig Jahre lang Miete zu zahlen, unsicher ist. Bei einer Absicherung verspricht Nvidia, die Zahlungen zu übernehmen, falls OpenAI ausfällt. OpenAIs schwache Kreditwürdigkeit wird so durch Nvidias sehr solide ersetzt und die Kredite werden günstig. Zugleich finanziert der Chipverkäufer den Kunden, der seine Chips kauft, ein Kreislauf, der manche Anleger nervös macht. Michael Burry, bekannt für seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt 2008, reagierte mit „Und immer im Kreis herum“. Das Gegenargument ist einfach: Nvidia will die zehn Gigawatt mit eigener Hardware füllen, und eine Garantie ist günstiger als ein verlorener Kunde.

Was das für dich bedeutet: An den Werkzeugen, die du morgen nutzt, ändert sich nichts. Doch dies ist bisher das deutlichste Signal dafür, wo Geld und Risiko des KI-Booms liegen. Wenn du KI bei der Arbeit nutzt, beachte, dass die Betriebskosten dieser Modelle über Jahrzehnte finanziert werden, ein Grund, weshalb Abopreise und Nutzungslimits ständig schwanken. Wenn du Märkte verfolgst, achte weniger auf die Schlagzeilenzahl als darauf, ob normale Kreditgeber solche Projekte ohne einen Chiphersteller im Rücken finanzieren würden. Berichten zufolge würden sie es derzeit nicht.

Quellen

Quellen: https://finance.yahoo.com/technology/ai/articles/nvidia-weighs-250-billion-backstop-123626022.html

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